Ribeiro Weisse Fracht

"Sie sind kein Mangel, Sie sind eine Bereicherung, Sie Idiota!"
Kann es tatsächlich sein, dass sie ihn liebt? Ihn? Der Kuss von Soraia Rosado am Flughafen von Faro hat Leander Lost, den Hamburger Kommissar im Dienst der portugiesischen Polícia Judiciária, in grosse Verwirrung gestürzt - und die Tipps in Sachen Liebe, mit denen ihn sein Kollege Carlos Esteves versorgt, sind auch nicht wirklich hilfreich.
An der Algarve herrscht brütende Hitze, als die Leiche des deutschen Aussteigers Ronneberg gefunden wird, und Leander Lost mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Denn überraschend tauchen zwei seiner Kollegen aus Hamburg auf - Amtshilfe ersuchen. Im nah gelegenen Tavira ereignet sich ein weiterer Mord, Opfer ist die Lehrerin Isamara Alves. Und über allem schwebt als Damoklesschwert die drohende Rückkehr Losts nach Deutschland ...

Gil Ribeiro: Weisse Fracht. Lost in Fuseta, der 3. Fall
Kiepenheuer & Witsch, 2019 / Fr. 22.90

Teckentrup Weck bloss Tiger nicht auf

Tiger schläft tief und fest. Aber, oje: Er liegt mitten im Weg!
Wie sollen alle Tiere nur an ihm vorbeikommen, ohne ihn aufzuwecken? Das wird richtig knifflig. Kannst du ihnen helfen? Und was macht der Storch denn da?!?
Ein interaktives Bilderbuch mit einer originellen Idee und überraschenden Wendung…

Annette Betz Verlag, 2019 / Fr. 21.90

Forte Als der Himmel noch nicht benannt war "Als der Himmel noch nicht benannt war, und die Erde noch ohne Namen, als es noch keine Götter gab, und die Schicksale noch unbestimmt ..."
Ein Schriftsteller geht durch eine alte Bibliothek. Er will mehr wissen über die Anfänge des Menschen, über seinen Eintritt in die Welt und die Zeit. Wie war sein Weg von den frühen Höhlenmalereien bis zu den ersten Schriftzeichen? Wann entstanden die ersten Geschichten und aus den Geschichten die Erinnerung und aus der Erinnerung die Vergangenheit?
Und wie sahen die ersten Städte aus, wie das fünftausend Jahre alte Uruk, das schon Bibliotheken aus Tontafeln kannte?
Dieter Fortes Buch steht am Ende eines lebenslangen Nachdenkens über den Menschen. Wo kommt er her? Was macht ihn aus? Was kann er wirklich über die Welt wissen? Es ist eine bewegende Beschwörung der Sprache, unserer grössten Errungenschaft. Wenn wir sie verlieren, verlieren wir die Welt.

Dieter Forte: Als der Himmel noch nicht benannt war
S. Fischer Verlag, 2019 / Fr. 24.50

Und eine schöne Rezension zum Buch: https://rp-online.de/kultur/die-ewigkeit-der-bibliothek-neues-von-dieter-forte_aid-37177725
Damm Der Wolf und die Fliege

Wenn der Wolf grossen Hunger hat...
Einen Bissen, noch einen Bissen und noch einen: Ein Spielzeug nach dem anderen verschwindet im Schlund des hungrigen Wolfs. Am Schluss kommt auch noch die kleine Fliege an die Reihe, aber die weiss sich zu helfen!
Dieses Buch ist wie ein Spiel, denn es taugt nicht nur einmal, sondern kann immer wieder aufs Neue angeschaut werden.

Moritz Verlag, 2019 / Fr. 12.90

deVries Raus aus den Federn

Antonia singt ganz schön schräg! Am liebsten früh morgens, sodass alle Waldtiere auf einen Schlag hellwach sind. Kein Wunder also, dass sie von Antonias Gesang nicht gerade begeistert sind und sie das auch spüren lassen. Eines Tages wird es Antonia zu viel und sie fliegt davon.
Und wer hätte das gedacht? Alle Tiere verschlafen. Antonia und auch ihr Gesang werden schmerzlich vermisst! Doch zum Glück ist Antonia gar nicht so weit weg …
Ein wunderschön illustriertes Bilderbuch mit einer witzigen Geschichte für Klein und Gross.

Annette Betz Verlag, 2019 / Fr. 21.90

Murbach Die letzten höheren Töchter

Lily liebt einen Prinzen, der keiner ist. Charlotte hingegen glaubt nicht an Märchen.
Am Vorabend der gesellschaftlichen Umwälzungen, die ab 1968 Europa erschüttern werden, sind die beiden Basler Gymnasiastinnen dicke Freundinnen. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte driften sie immer mehr auseinander. Am Ende steht eine Tragödie, deren Keim schon in der Jugend der beiden Mädchen gelegt wurde.
Die Autorin zeichnet den Weg zweier Frauen nach, die stellvertretend für viele den Quantensprung von der Ungleichbehandlung der Geschlechter in der Schweiz bis zur Gleichstellung im 21. Jahrhundert mitgemacht haben.

Esther Murbach: Die letzten höheren Töchter
IL-Verlag Basel, 2019 / Fr. 19.80
-> siehe auch Veranstaltungen!

Tschan Der kubanische Käser

In einer bitterkalten Winternacht im Frühmärz 1620 treiben Liebeskummer und Branntwein den jungen Toggenburger Noldi Abderhalden in die Fänge eines Anwerbers der Spanischen Armee. Als Reisläufer für die katholische Sache lernt der Sechzehnjährige das raue Soldatenleben kennen. Das Kriegshandwerk scheint ihm zu liegen, und die Kameradschaft sagt ihm zu. Als er den Heereskommandanten Gómez Suárez de Figueroa, den Duque de Feria, vor einer protestantischen Kanonenkugel rettet, wird er als Kriegsheld an den Spanischen Hof beordert. Dort liesse es sich aushalten, doch das Leben hat andere Pläne. Noldi entgeht nur knapp der Spanischen Inquisition und wird nach Kuba verbannt, wo er eine Horde Rindviecher zu beaufsichtigen hat. Kein Problem für Noldi – denn Noldi Abderhalden wäre nicht Noldi Abderhalden, wenn er aus dieser Situation nicht machte, was nur er daraus machen kann.

Patrick Tschan: Der kubanische Käser
Zytglogge Verlag, 2019 / Fr. 29.-

Honigmann Georg Nach der Geschichte über ihre Mutter "Ein Kapitel aus meinem Leben", erzählt Barbara Honigmann jetzt aus dem Leben ihres Vaters: Georg.
"Mein Vater heiratete immer dreissigjährige Frauen. [Nur] er wurde älter… Sie hiessen Ruth, Litzy, das war meine Mutter, Gisela und Liselotte…"
Es ist die private Seite einer Lebensgeschichte, die um die halbe Welt führte: geboren in Wiesbaden, dann Frankfurt, Odenwaldschule, Paris – London - Berlin, dazwischen die Internierung in Kanada, nach der Emigration der Weg in die DDR, wieder Berlin. Meistens besitzlos, aber nie arm; und ein Leben lang, immer wiederkehrend, die Erfahrung: "Zu Hause Mensch und auf der Strasse Jude."
Barbara Honigmann erzählt in ihrem ganz eigenen Stil, lakonisch und witzig, traurig und mitreissend von ihrer deutsch-jüdisch-kommunistischen Grossfamilie: Mit gut 150 Seiten nur ein schmaler Band, aber ein grosses Buch über 80 Jahre Deutschland – und vor allem die Erinnerung und berührend nachgetragene Liebeserklärung an einen ausser-gewöhnlichen Mann.

Barbara Honigmann: Georg
Hanser Verlag, 2019 / Fr. 26.90
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