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«Der Ort, an dem die Sprache versiegt, daher komme ich.» Anlässlich chronischen Zähneknirschens begibt sich die Ich-Erzählerin in diesem Roman auf die Spurensuche ihrer Migrationsgeschichte. Sie studiert an der Universität, ist in Deutschland aufgewachsen, doch ihre Familie ist in den 1990er Jahren aus dem Kosovo geflüchtet. Manches, worüber lange nicht gesprochen wurde, erfragt sie nun. Sprache und Herkunft liegen in jedem Satz nahe beieinander. Prägnant und kurzweilig vermittelt dieser schöne Text das Bild einer Generation, die zu jung war, um zu verstehen, die von den Ereignissen jedoch ebenso mitgerissen wurde, wie ihre Eltern – nur ganz anders.
Jehona Kicaj: ë Wallstein Verlag, 2025 / Fr. 31.90
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